Jun 25 2018

WK Wertkontor informiert über die Hintergründe ihrer faksimilierten Handschriften und Codices: Buchmalerei und Herstellung von Farbe im Mittelalter

Die WK Wertkontor GmbH mit Sitz in Gütersloh verkauft im Direktvertrieb exklusive Luxusgüter aus dem Bereich Geschichte und Kunst, genauer: streng limitierte Lithographien und Faksimiles. Der Schwerpunkt liegt mit derzeit 14 Editionen auf den Faksimiles. Hierbei handelt es sich um detailgetreue Nachbildungen von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Büchern. Bücher, aber nicht im Sinne der Massenware Buch wie wir sie in der heutigen Zeit kennen. Vielmehr Bücher im Sinne von prachtvollen Handschriften und Codices, von denen es weltweit keine weiteren oder nur wenige weitere Exemplare gibt. Dies liegt mitunter daran, dass ihre Herstellung damals sehr zeitaufwändig war. Es bedurfte zahlreicher Einzelschritte, mit denen ausschließlich fachliche Experten betraut wurden. Hier waren neben Schreibern, Buchbindern und Handwerkern, die etwa die Pergamentseiten oder die Einbandbeschläge fertigten, auch Buchmaler zugange.

Den Buchmalern wurde die wichtige Aufgabe zuteil, die Seiten des Schriftstückes mittels Bilder, schmuckhafter Ornamente, Zierleisten und Initialen zu gestalten. Bei vielen mittelalterlichen Handschriften und Codices fallen hinsichtlich der künstlerischen Illustrationen zwei Dinge ins Auge. Zum einen die sehr detailreichen Zeichnungen und Schmuckverzierungen und zum anderen die leuchtenden, satten Farben, die man hierfür benutzte. Bunte Farben, aber auch allen voran edle Farben wie Gold und Silber stechen dem Leser direkt ins Auge. Es ist vor allem der malerischen Gestaltung sowie der raffinierten Farbgebung geschuldet, dass die historisch wertvollen Schriftstücke zu Kunstwerken werden, die ihrem Ruf als Prachthandschriften mehr als gerecht werden.

Obwohl es sich bei den faksimilierten Handschriften und Codices wie zum Beispiel dem „Rosenroman“, der „Merian-Bibel“ oder dem „Astronomisch-Astrologischen Codex“, die man bei WK Wertkontor erstehen kann, lediglich um Reproduktionen handelt, kann man der besonders anmutenden Farben, die einst Verwendung fanden, gewahr werden. Doch wie wurden Farben im Mittelalter eigentlich hergestellt? WK Wertkontor, Experte in Sachen Faksimiles und deren historischen Originalvorlagen, klärt im Folgenden auf.

Leuchtende und satte Farben: Gewinnung von Farbpigmenten im Mittelalter

Im Mittelalter fiel die Herstellung von Farben in den Aufgabenbereich des Buchmalers. Er war somit also nicht nur für die malerische Gestaltung der Buchseiten verantwortlich, sondern auch für die Fertigung seines Handwerkszeugs. Generell waren Farben sehr kostbar, denn ihre Herstellung war aufwändig. Man musste sich sowohl organischer als auch anorganischer Ressourcen bedienen, die teilweise äußerst schwer oder lediglich unter großen Mühen zu erhalten waren.

Einige Farbstoffe holte man sich aus Flora und Fauna. So gewann man beispielsweise aus dem weiblichen Tier der Kermesschildläuse das rote Karmin und aus der Galle von Kälbern oder Schildkröten die Farbe Gelb. Letztere Farbe erhielt man aber auch durch die Extraktion der Blütennarbe des wertvollen Safrans. Um die Farbe Grün bzw. grüne Farbpigmente herzustellen, zog man zum Beispiel Lauch oder Petersilie heran.

Besonders kostbar war das sogenannte Azurit-Pigment, das man benötigte, um ein strahlendes blau zu erzeugen. Hierfür bediente man sich teils anorganischer Ressourcen, nämlich des Pulvers des sogenannten Kupferlasursteins, aber teils auch organischer Ressourcen in Form der orientalischen Indigopflanze. Noch sehr viel schwieriger war die Herstellung der Farbe Ultramarin, die aus dem afghanischen Lapislazuli-Stein produziert wurde.

Die Farbe Gold wurde in Form von Blattgold appliziert und war in Buchmalerkreisen besonders gefragt. Sie galt als außerordentlich luxuriös und wertvoll und spiegelte sowohl Reichtum als auch weltliche und geistliche Macht wieder. Blattgold erhielt man durch die Bearbeitung eines Goldblechs zu sehr dünnen Blättchen. Um das Leuchten des Goldes zu verstärken, trug man zunächst eine Grundierung, bestehend aus Kalk und in Wasser gelöstem Gips, auf das Pergament auf. Daraufhin brachte man das hauchdünne Blattgold mit einem natürlichen Kleber, nämlich Eiklar, an.

Die Faksimiles, die sich im Produktsortiment des Luxusgütervertriebs WK Wertkontor finden, spiegeln die Vielfalt und Raffiniertheit der Farben, welche die Buchmaler der mittelalterlichen Originale verwendeten, in sehr authentischer und beeindruckender Weise wider. Nicht zuletzt aufgrund der prachtvollen Farbgebung der Buchseiten werden die Faksimiles der WK Wertkontor GmbH zum Hingucker in jeder privaten Bibliothek.

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